The climb

Dieses Bild habe ich zufällig beim browsen gefunden und es hat eine Kindheitserinnerung wachgerufen:

the-climb

Als kleines Mädchen pflegte ich auf die groβe Anrichte meiner Ur-Groβmutter zu klettern. Im oberen Teil war eine Vertiefung und die war randvoll mit Büchern und alten Fotos gefüllt. Natürlich war es mir verboten, derart auf Möbeln herumzuturnen. Aber die Bücher hatten eine magische Anziehungskraft. Erklärenderweise muss ich hinzufügen, das die Anrichte mit von meinem Ur-Groβvater handgeschliffenen Glaskaraffen, Schalen und anderen sehr zerbrechlichen und auch sehr schönen Dingen vollgestellt war. Meine Groβmutter und meine Ur-Groβmutter  behaupteten einfacherweise, es wäre ihnen nicht möglich, die Bücher dort oben herunterzuholen. Somit schienen diese  Schätze für mich unerreichlich und dieser Gedanke einfach unerträglich. Und so balancierte ich, wenn ich allein gelassen wurde, auf eben dieser Anrichte vorsichtig auf Zehenspitzen um die gläsernen Kunstwerke herum, suchte mir einige Bücher aus und versteckte sie. Nachts im Schein der Taschenlampe (Mädel, du verdirbst dir die Augen, aber das war es mir wert) las ich dann unter der Bettdecke. Ausgelesene Bücher wurden heimlich, still und leise wieder zurückgelegt und Nachschub besorgt. Das nie etwas in Scherben und auch ich nicht von der Anrichte fiel habe ich wohl dem Schutzengel der Bücherleser zu verdanken.

Ja,  . . . lesen macht Spass, bildet, kann abenteuerlich sein und Bücher können einen in vieler Weise überraschen:

reading

 

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