Die gute alte Kartoffel

Diese Woche gab es Gerichte, hauptsächlich aus Kartoffeln. Das war auch sehr praktisch, denn ich konnte diese gut als kleine Zwischenmahlzeit verwenden. Exotisches war nicht dabei sondern nur die gute deutsche Küche. Vertreten waren unter anderem:

Kartoffelsalat mit Wienerle

Kartoffelsuppe

Und auch der Tomatensalat mit frischem Dill passt ein wenig zum Thema Kartoffel, denn Tomaten, wie auch Kartoffeln, gehören, wie bekannt, zur Familie der Nachtschattengewächse.

Ausserdem habe ich im Publix Supermarkt einen Käseaufstrich entdeckt, der ein wenig an Obazda erinnert, den ich in meinen Bayernjahren kennen- und lieben gelernt habe.

Aber der hat nun wirklich nichts mit Kartoffeln zu tun . . . genausowenig wie der Kopfsalat . . .

Eine (meine) Geburtstagsrede

Wie konnte ich denn 50 werden ???? Na ja, irgendwie muss ich es wohl geschafft haben.

Aber die “Würde” einer 50 jährigen Dame geht mir total ab und wird sich wohl auch nie einstellen. Ich sitze immer noch gerne auf dem Fuβboden zum Lesen, tauche meine Finger in ein leckeres Tortenstück um sie dann genussvoll abzuschlecken, falle beim Kippeln immer noch ab und zu mit dem Stuhl um (in der Schule musste ich deshalb oft hinter dem Stuhl stehen, zur Strafe), liebe Wasserschlachten mit dem Gartenschlauch, rocke zu Brian Adams, Jon Bon Jovi, Aerosmith und Co. ab und nach wie vor sind Blue Jeans mein liebstes Kleidungsstück. Und ich bin eben ohne groβe Schwierigkeiten 12 km mit dem Fahrrad gefahren. Na gut, ich brauche eine Brille zum Lesen und nach Sex auf dem Küchentisch ist schon ab und zu mal der Rücken etwas verspannt.  Aber das Gefühl, 50 Jahre zu sein, ist einfach nicht da. Obwohl, wie muss man sich denn mit 50 Jahren fühlen? Vielleicht kommt es darauf an, wie man sein Leben gelebt hat und grade lebt. Vor 10 Jahren, mit 40, da habe ich mich wirklich schlimm gefühlt. Da war ich vom jahrelangen Single- und alleinerziehende Mutter-Dasein vollkommen erledigt. Da hatte ich ein wenig Torschlusspanik und Angst davor, nie wieder jemanden zu finden, mit dem ich alle meine Verrücktheiten teilen kann. Jetzt bin ich zufrieden. Trotz aller Schwierigkeiten mit denen ich zu kämpfen habe, trotz vielem, was ich (noch) nicht habe, eines habe ich: einen Menschen, der mich liebt, der mich zum Lachen bringt, der mich immer dann, wenn ich es brauche, in den Arm nimmt, der meine Hand hält und mir Komplimente macht, mir am Abend nach einem anstregenden Tag Tee kocht und mir die Füβe massiert. Der mich attraktiv und begehrenswert findet und mir das auch zeigt. Der mit mir gemeinsam verrückt ist und meine Schmetterlinge im Bauch am Leben hält.

Derart verwöhnt, kann mir auch die Zahl 50 nicht viel anhaben. Denn man ist immer so jung, wie man sich fühlt. Und mir wurde ja auch gesagt, das alles sowieso mit 100 Jahren erst richtig los geht . .  .

“50 years: here’s a time when you have to separate yourself from what other people expect of you, and do what you love. Because if you find yourself 50 years old and you aren’t doing what you love, then what’s the point?” Jim Carrey

Oops I did it again . . .

. . . das Boote falten, welches ich einfach nicht lassen kann, und da sie sich ja auch gut verkaufen, es einfach nicht lassen will.

Und es macht auch solchen Spass, sie zu fotografieren.

Anscheinend geht es einigen meiner Kunden genauso. Ich bekomme immer begeistertes feedback wenn das Päckchen mit den kleinen Booten beim Kunden ankommt, und manchmal bekomme ich auch Fotos vom „Verwendungszweck“, wie diese, von einer Kundin, die meine Boote als kleine Tischdekoration für eine „Salzbackparty“ benutzte:

Es macht Spass, etwas selbst herzustellen und wenn es dann noch anderen Menschen gefällt und die es kaufen, dann hat der Spassfaktor auch noch einen Nutzen.

Neue Artikel aus dem Shop meines Mannes:

. . . und aus dem shop meiner kleinen Tochter:

„Handmade presents are scary because they reveal that you have too much free time.“

Halbzeit

Bis zum nächsten St. Patricks Day ist es ja noch ein wenig hin. Und wem das Warten schwer fällt, für den hat sich „unser“ Irish Pub „The Field“ etwas einfallen lassen:

Mit Live Musik, irischen Tanzdarbietungen und Pauschalpreisen von $5 für Whiskey und Bier kann man schon mal ein wenig vorfeiern.

„If you are lucky enough to be Irish, then you are lucky enough.“

Alles auf die Schnelle . . .

. . . aus der Mikrowelle. Was macht man, wenn der Appetit auf frische Schokoladenkekse gross ist, man keine daheim hat und auch nicht viel Zeit, welche zu backen? Man „bäckt“ den 2-Minuten-Riesen-Keks in der Mikrowelle. Die Zutaten dafür sind in einem gut sortierten Haushalt immer vorhanden:

Ein wenig brauner Zucker wird mit flüssiger Butter vermischt . . .

. . . ein Ei kommt dazu (hat man ja auch eigentlich immer im Kühlschrank) . . .

. . . ein wenig Mehl und Backpulver . . .

. . . leider hatte ich keine guten Schokostückchen, somit musste als „Notnagel“ eine Packung Hersheys Kisses herhalten.

Eine Bemerkung zur amerikanischen Hershey Schokolade: sie schmeckt wie die Schokolade in der ehemaligen DDR, so ein wenig nach Seife und trocken und eigentlich überhaupt nicht. Aber gegen Lindt, Milka, Rittersport und Co. kommt alle andere Schokolade natürlich auch schwer oder besser gar nicht an.

Zurück zum „Backen“: die fertige Mischung kommt für 2 Minuten in die Mikrowelle und sieht danach so aus . . .

Jetzt kann man es (wie auch immer man „es“ nennen mag: Keks, Minikuchen) ein wenig auskühlen lassen und dann essen.

Man kann aber auch noch Eis mit Pecan Nuss Stückchen draufgeben . . .

. . . und ein wenig Puderzucker, um irgendwie ein wenig Stil in ein eher stilloses Backwerk hereinzuproduzieren.

Geschmeckt hat es irgendwie ganz gut, danach eine Schüssel, eine Tasse und zwei Löffel abzuwaschen kann man auch als geringen Aufwand betrachten und somit kann ich dieses Rezept für den Notfall weiterempfehlen.

Frank Oz about the Cookie Monster: „As opposed to many of us who need many things to try and make us happy, he only  needs one thing, and that’s a cookie.“

 

 

Wetterbericht

Da draussen toben sie sich grad aus: Leslie und Michael, zur Zeit keine wirkliche Gefahr für uns, aber ordentlich Regen und Wind werden wir sicher wieder abbekommen.

Ich freue mich schon sehr auf den Winter, denn dann kann ich wieder draussen laufen, ohne in der Sonne zu zerschmelzen, wir können Fahrradtouren machen, an den Strand gehen, im Garten grillen . . . ja, im Winter ist Miami sehr angenehm, auch wenn ich oft den Schnee vermisse. Im Winter können wir auch endlich die Klimaanlage ausmachen und wieder bei offenen Fenstern frische Luft geniessen. Und last but not least: es geht dann auf Weihnachten zu und das bedeutet LEBKUCHEN.

Wie ich von Thema Lebkuchen auf dieses kleine Blümchen komme versteht nur, wer mich kennt. Aber hier ist es nun und sieht doch freundlich aus. Im Radio läuft gerade „Imagine“ und in diesem Sinne: PEACE!