10 Dinge

Früher war man einfach nur schön. Alles was man dazu brauchte, war eine kleine Cremedose, die überall reinpasste, wenn man auf Reisen ging.

Mittlerweile ist das etwas komplizierter. Man ist zwar immer noch schön aber es dauert länger und erfordert wesentlich mehr Arbeitsmaterialien, wie zum Beispiel Gesichtsmasken, Tages-, Nacht- und Augencreme.

Den BHE stört das aber alles nicht. Der schaut mich morgens an, wenn ich noch ganz schlaftrunken in meine Kissen gekuschelt bin und die ersten Worte, die ich höre sind: „Good morning. I love you.“

Warum ich meinen Mann liebe?

  1. Weil er mir nach einem anstrengenen Tag die Füβe massiert und mir Tee kocht.
  2. Weil wir gemeinsam auch ohne Musik tanzen können.
  3. Weil wir uns anschauen und ohne Worte verstehen.
  4. Weil er, wenn mal wieder alles schief geht, mich in den Arm nimmt und einen der wenigen deutschen Sätze zitiert, den er beherrscht: „Alles Idioten.“ Das war einer der Lieblingssätze meines Vaters.
  5. Weil er mich immer dann, wenn ich es wirklich ganz dringend brauche, mit einem wohlschmeckenden Gericht überrascht.
  6. Weil er mir Sonnenblumen schenkt, einfach so, ohne besonderen Anlass.
  7. Weil er immer an mich denkt.
  8. Weil er es immer schafft, mich zum Lachen zu bringen.
  9. Weil er mit meiner Enkeltochter Fussball spielt.
  10. Weil er so herrlich Dr. Seuss Geschichten vorlesen kann.

Und aus allen diesen Gründen habe ich kein Problem mit Falten und der Tatsache, das ich eine Großmutter bin.

“Wrinkles should merely indicate where smiles have been.” Mark Twain

Buch Fluch

Im Mittelalter gab es keine elektronischen Sicherungssysteme. Aber gegen Bücherdiebe wusste man sich trotzdem geschickt zu helfen: man belegte sie mit einem Fluch. Die Kirche nahm sich das Recht, Bücherdiebe mit dem Anathema zu belegen und die jeweiligen Klostervorstände machten von diesem Recht individuell und ausgiebig Gebrauch. Sehr interessantes Thema.

Und nur weil ich mich entschlossen habe, noch einmal die komplette Inkworld Trilogie zu lesen, habe ich den gestrigen Abend vor dem Computer verbracht und zu diesem Thema der Bücherflüche ausgiebig „gegoogelt“. Denn im ersten Band „Inkheart“ wird ja folgender Fluch zitiert:

“For him that stealeth, or borroweth and returneth not, this book from its owner, let it change into a serpent in his hand and rend him. Let him be struck with palsy, and all his members blasted. Let him languish in pain, crying aloud for mercy, and let there be no surcease to this agony till he sing in dissolution. Let bookworms gnaw his entrails . . . and when at last he goeth to his last punishment, let the flames of hell consume him for ever.”

Mit diesem Fluch wollte man Bücherdiebe im Kloster San Pedro in Barcelona abschrecken. Was ich nicht herausgefunden habe: wie hält man einen Hund davon ab, herumliegende Bücher zu zerlutschen? Ich glaube nicht, dass ein Fluch da viel hilft. Somit werden bei uns Bücher, die man ab und zu ja auch mal aus der Hand legen muss, im Schlafzimmer auf der Kommode plaziert und es wird immer darauf geachtet, das die Tür geschlossen bleibt. Das hilft zumindest gegen vierbeinige Vandalen.

„Mad Eye‘ Moody on the Avada Kedavra curse: „Not nice,“ he said calmly. „Not pleasant. And there’s no counter curse. There’s no blocking it. Only one known person has ever survived it, and he’s sitting right in front of me.“

J.K. Rowling (Harry Potter and the Goblet of Fire)

Tierisch gut

Nachdem ich bereits alle Verwandten und Bekannten per email darüber informiert hatte, das es in der nächsten Zeit vorkommen kann, das wir telefonisch nicht erreichbar sind, will ich das jetzt hier nochmal dokumentieren. Mein Lieblingskater Mr. Big Al, auch Alexander der Grosse genannt, hat ein neues Ruheplätzchen am sonnigen Fensterbrett.

Anstatt bequem auf den im Haus wirklich reichlich vorhandenen Polstermöbeln zu ruhen, wie das die anderen Katzen tun, liebt es Mr. Big Al, sein vornehmes Haupt auf Bücherstapeln oder irgendwelchem auf Tischen und Stühlen liegendem „Ramsch“ zu plazieren. Im Weg stehende oder liegende Dinge werden von ihm kurzerhand auf den Boden befördert. Dann legt er sich  besitzergreifend und dekorativ auf das von ihm erkorene Ruheobjekt. Anrufe beantwortet er im Moment noch nicht.

Auch unser Hund Biene ist aktiv am Allgemeinwohl beteiligt. Die unglücklicherweise von uns auf der Couch liegen gelassene Fernbedienung wurde von ihr sehr kreativ mit einem neuen design versehen:

Aber, vielleicht war sie es ja gar nicht, denn: “Cat’s motto: No matter what you’ve done wrong, always try to make it look like the dog did it.”

“Everyone needs a dog to adore him, and a cat to bring him back to reality.”

Die Kunst des Essens von . . .

. . . Makkaroni

Der BHE wollte mir nicht glauben, das Makkaroni in Deutschland lange dicke Nudeln sind. Die Amerikaner kennen nämlich diese tolle Nudel nur als Fertiggericht, macaroni and cheese dinner genannt, zwar von Kraft, aber trotzdem nur eine ziemlich fragwürdige Pampe, mit einer Käsefertigsosse, welche dann in die Nudeln eingerührt wird.

Sehr beliebt hier und leider essen es auch viele Kinder, in der Schulspeisung kommt es auch regelmäβig vor. Aber ich will mich jetzt hier nicht schon wieder über das schreckliche amerikanische Essen beschweren. Es soll um die wirklich guten Makkaroni gehen. Bereits vor einiger Zeit hatte ich mir den Beweis aus Deutschland schicken lassen und der BHE muβte die Existenz dieser von ihm angezweifelten Nudeln anerkennen. Und da ich gerne ab und zu auβer Spaghetti eben auch mal Makkaroni esse, standen sie wieder mal auf meiner Wunschliste.

Während man Spaghetti ja ganz elegant mit Gabel und Löffel essen kann, ist das bei Makkaroni nicht so einfach. Aus diesem Grund macht das Essen Spaβ und ist eine wahrhafte Herausforderung, denn die Nudeln lassen sich nicht so einfach zu einem netten Haufen auf dem Löffel anordnen, sondern drehen sich eigenwillig in alle möglichen Richtungen, rutschen wieder auf den Teller zurück und hinterlassen auf der Tischdecke sowie im Gesicht und auf der Kleidung des Essers rote Tomatensossenflecke. Wenn man dann jemandem gegenüber sitzt, der auch so seine Schwierigkeiten beim Essen hat und in dessen Tomatensossen-beflecktes-Gesicht blickt, reizt das zum Lachen.

Wenn es zudem noch Valentinstag ist und man hat sich lieb und kommt auch grad aus dem Krankenhaus, wo man ein neugeborenes Enkelchen im Arm halten konnte, dann ist es ein rundum gelungener glücklicher Tag. Und Glück, Spaβ und Lachen sind immer gut. Davon kann man nie genug haben. Was lernen wir daraus? Őfter mal Makkaroni essen !

“No man is lonely while eating spaghetti (makkaroni!?); it requires so much attention.”

Aldi ist hier, aber . . .

Nun gibt es ihn in Miami auch: Aldi. Unter Palmen.

Allerdings hatte ich wohl mal wieder zu groβe Erwartungen, denn: auβer Schogetten, die im Gegensatz zu Milka und Lindt ja eher eine sehr klägliche Alternative sind, gibt es keine deutschen Produkte. Keinen Senf, keine Fischkonserven, Marmelade, nichts!

Eine der Verkäuferinnen, eine nette Dame aus Hannover, aber bereits seit 20 Jahren in Miami lebend, klärte mich auf: Aldi will verkaufen. Und deutsche Produkte in einer Gegend wie unserer, die zum gröβtenteil aus Latinos besteht, verkaufen sich nicht. Also ist der einzige Vorteil, den Aldi uns hier bietet, der, das die meisten angebotenen Artikel deutlich billiger sind als in den gängigen Supermärkten, aber leider auch, wie wir feststellen konnten, von minderwertiger Qualität. Und somit hat sich das Thema Aldi weitgehend erledigt. Auβer Ostern. Da soll es dann deutsche Osterartikel geben. Lassen wir uns überraschen.

In der Zwischenzeit gibt’s ein wenig Wohlfühlessen: Milchreis mit Zimtzucker und selbstgemachtem Apfelkompott. Die erste ordentliche Mahlzeit nach drei Tagen Grippe, in denen wir hauptsächlich von Zwieback und Pfefferminztee gelebt haben.

Und weiter gehts!

A little bit of everything

Früher habe ich es geschafft, morgens aus dem Bett zu springen und in 20 Minuten in der Lage zu sein, das Haus zu verlassen um dem Tag entgegenzusehen. Jetzt brauche ich dafür 2 Stunden. Was hat sich geändert?  Dabei bin ich noch nicht mal jemand, der stundenlang im Bad vor dem Spiegel steht um dick Schminke aufzutragen. Muss ich morgens aus dem Haus, brauche ich meine zwei Stunden: duschen, eincremen, anziehen, frühstücken, nochmal mit den Hunden raus. Fange ich am Nachmittag an zu arbeiten, ist es fast das Gleiche, nur wird Frühstück durch Mittagessen ersetzt. Aber ich schaffe es nie unter 2 Stunden. Trifft auch hier dieses: „Arbeit dehnt sich in dem Maβe aus wie Zeit dafür zur Verfügung steht.“ zu? Oder werde ich einfach nur alt und langsam? Vielleicht sollte ich aufhören, darüber zu philosophieren.

Also, Themawechsel. Mittlerweile bin ich ja eine professionelle Ratatouille Köchin. Diese Fertigmischung war auf meiner Wunschliste, bevor ich das so gut zubereiten konnte. Und, ganz ehrlich, mein Ratatouille schmeckt viel besser als jede Fertigmischung.

Nun habe ich die Fertigmischung aber und nach einiger Űberlegung, wie ich sie am besten verwerte, kam ich auf die Idee, erst eine kleine Hühnerbrust und dann Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Tomaten kurz in Olivenöl anzubraten, das ganze in einer Auflaufform nett anzuordnen, dann die Fertigmischung in der Pfanne mit etwas Wasser vermischen, dazugieβen, ein wenig Sauerrahm, das ganze über die Zutaten in der Auflaufform geben, etwas Mozarella darüber streuen und im Ofen backen. Dazu Reis.

Voilà! C‚est parfait!

Bastelsonntag

Da ich den ganzen vergangenen Sonntag das Vergnügen hatte, auf technisches Personal von AT&T zu warten und demzufolge auch meinen Computer nicht benutzen konnte, habe ich mich der Bearbeitung meiner vor einiger Zeit bei Michaels gekauften Holzschränke gewidmet. Hier sind sie in ihrer ganzen noch unbearbeiteten Pracht.

Während der Bastelarbeiten bin ich aufgrund der Lichtverhältnisse mehrmals umgezogen um letztendlich als besten und auch für die Zukunft beizubehaltenen Arbeitsplatz den bis jetzt ungenutzten Schreibtisch im Enkelkinderzimmer zu nutzen. Der steht direkt vor einem groβen, hellen, sonnigen Fenster. Auch für Fotos eignet er sich bestens.

Fertig bekommen habe ich nur zwei der drei Schränke. Einen in dunkelgrün und einen in patiogrün.

Die Innenwände habe ich mit Schrankfolie beklebt, die Einlegeböden bekamen kleine Spitzendeckchen und um dem Ganzen den so begehrten shabby chic zu verleihen, habe ich die Schränke nach dem Anstreichen mit Schleifpapier bearbeitet, dann mit guter ölhaltiger Möbelpolitur glatt poliert.

Wem sie gefallen, der kann sie jetzt bei ebay erwerben.

http://cgi.ebay.com/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=300521869116&ssPageName=STRK:MESELX:IT

http://cgi.ebay.com/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=300521869504&ssPageName=STRK:MESELX:IT

Vorherige ältere Einträge