Fisch und Fotografie

Bei mir im Haus sind die Lichtverhältnisse nur am Tage optimal, wenn das Sonnenlicht durch die Fenster scheint. Dann gelingen mir die besten Fotos. Gestern abend haben wir aber nach amerikanischer Unsitte erst spät gegessen, somit musste ich meine Kochergebnisse, auf die ich doch so stolz war und die so toll auf dem Teller aussahen, bei Lampenlicht fotografieren.

Es gab Tilapia mit Gewürzkruste, Süβkartoffeln, Salzkartoffeln und eine Soβe: Lauch, Möhren, Senf, Butter und etwas saure Sahne. Der Fisch ist nicht auseinandergefallen beim Braten, die Soβe war leicht und cremig und alles hat ganz toll geschmeckt. Nur das Foto sieht leider nicht gut aus.

Dafür kam mein Frühstück besser raus: Joghurt, Kellogs und Honig. Da schien ja auch die Sonne.

Das Marzipanbrot, nach dem Essen mit Tee serviert, wieder unscharf. Dabei hätte es durchaus verdient, ordentlich präsentiert zu werden, denn meine Tochter hat es für mich für den stolzen Preis von $ 4.50 erworben und das ist schon was für so ein kleines Marzipanbrot.

Nun wäre es ja relativ einfach, ein wenig zu schummeln und die Fotos im Photoshop nachzubearbeiten. Vielleicht mache ich das ja noch. Aber im Moment sind sie unverfälscht in ihrer ganzen Unvollkommenheit zu sehen.

„Have no fear of perfection, you’ll never reach it“ Salvador Dali

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Geschirr und Allerlei

In den letzten Wochen hatte ich wenig Zeit für mich selbst und alle Bastelarbeiten waren so ziemlich auf Stillstand. Das hat mich ein wenig betrübt, denn ich habe so viele Ideen die alle noch in die Tat umgesetzt werden müssen. Aber das Schicksal kam mir zu Hilfe. Als ich heute morgen aufstand oder besser aufstehen wollte, knickte mein Knie wieder mal unter mir weg und tat beim Laufen so weh, das ich humpeln muβte. Also hat der BHE mir den Tag frei gegeben. Ich habe unseren groβen Küchentisch mit allen erforderlichen Bastel Utensilien komplett bedeckt, mir Kaffe und O-Saft bereitgestellt sowie eine Tafel Milka Kuhfleckenschokolade, Lieblingsradiosender eingestellt (105.9 Classic Rock) mein Knie mit einem Menthol-Patch verarztet und auf einem Stuhl hochgelegt und in stundenlanger mühevoller aber angenehmer Kleinarbeit die folgenden Dinge hergestellt:

Grundsubstanz ist Polymer Clay, ich habe mit Absicht blau ausgesucht, damit ich die fertigen Teile nur mit Nagellack leicht lackieren muss und der blaue Untergrund trotzdem hervorschaut, so daβ ein marmorisierter Effekt entsteht.

Ich benutze auch manchmal Acrylfarben zum Anmalen der fertigen Produkte, aber Nagellack hat den Vorteil, das er nur einmal aufgetragen wird und damit gleich Farbe und Schutzlack in einem auf dem Objekt drauf sind. Verwende ich Acrylfarben, nehme ich als Deck- und Schutzschicht farblosen Nagellack.

Bei der Kanne musste ich Acrylfarbe nehmen, da es keinen passenden Nagellack in genau dem warmen Gelbton gab, den ich mir für diese Kanne vorgestellt hatte. Der Schutzlack ist hier auch farbloser Nagellack. Die gelbe Farbe habe ich ganz dünn und mit viel Wasser aufgetragen, so daß auch hier durch das Durchschimmern des blauen Clay ein Marmoreffekt entsteht.

Die Spitze auf den kleinen Gewürzdosen wurde in Tee eingeweicht und dadurch leicht braun gefärbt, somit sieht sie auch „gealtert“ aus.

Bis auf das schmerzende Knie war es ein schöner und entspannender Tag, auβerdem hat es den ganzen Vormittag in Strömen geregnet, da machte es doppelt so viel Freude, im Haus zu sitzen, zumal ich von meinem Arbeitsplatz aus eine herrliche Aussicht in den verregneten Garten hatte.

„Es regnet es regnet
es regnet seinen Lauf
und wenn´s genug geregnet hat
dann hört´s auch wieder auf“

Morgens am Strand

Herta Nettke

Die Strandwanderung

Barfusswanderung

durch das Wellenspiel

der Gezeiten.

Glückssteinesammlung

häuft sich in der

schützenden Düne.

Glitzernde Sandkörnchen

kitzeln mit ihrem

sanftem Spiel die Haut.

Wärmende Sonne

streichelt mit goldener Farbe

unsere Herzen.

Wir schlendern Hand in Hand verliebt
am Wellensaum entlang;
hier gibt es keine dunkle Wand.
Den Blick zum Horizont so unendlich weit,
der Ozean blau-grau unglaublich breit;
Gischt spritzt schäumend auf unsere nackten Füße;
Der Wind treibt Salz in unsere Haare,
die Sonne versinkt orangerot im Meer,
Möwen schreien und rauben unsere Worte. (Karina Onana)

Er kocht

Man soll ja in allen Dingen nicht nur die Schattenseite sehen sondern auch das Gute. Eindeutig gut ist, das wir jetzt Zeit haben, wieder viele Dinge gemeinsam zu tun und der BHE, der ja gut und gerne kocht, auch wieder Zeit hat, dies oft zu tun. Und so habe ich mir vorgestern abend eine Spinat Quiche gewünscht, aber auch wieder streng nach His and Hers getrennt. Gemeinsame Hauptbestandteile waren Knoblauch, Spinat, Paprika, Ricotta Käse, Ei und Mozarella.

Spezielle Zutaten in meiner Quiche waren extra viel Zwiebeln und Knoblauch sowie extra Käse.

In seiner bestanden die extra Zutaten aus Habanero Peppers und viel schwarzem Pfeffer. Um nach dem Backen noch unterscheiden zu können, wem welche Quiche gehört, hat der BHE seine mit einer dekorativen Tomatenscheibe in der Mitte gekennzeichnet.

Und am Abend haben wir auf den Stufen vor unserer Haustür gesessen und gemeinsam den Sonnenuntergang beobachtet.

„Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut, sondern dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt.“ Antoine de Saint-Exupery

Haushaltstag

Gestern haben wir uns einen Haushaltstag genommen. Dabei haben wir die Rollenverteilung natürlich streng eingehalten: der BHE hat den Rasen gemäht, Unkraut gezupt und kleinere Reparaturarbeiten im und ums Haus erledigt sowie am Truck einen Reifen gewechselt. Ich habe das Haus saubergemacht, gekocht und gebacken. Und viel fotografiert.

Ein SELBSTGEBACKENER Marmorkuchen. Kuchen: sehr lecker! Ich: sehr stolz!

Ein gesunder Salat: Tomaten, Gurken, Frühlingszwiebeln, Rotkraut, Flaxsamen und ein wenig Vidalia Onion Creamy Dressing, das allerdings aus der Flasche.

Beim Versuch, einige Kekse in einem Tupperbehälter zu verstauen, zersprang der Deckel des Behälters in einzelne Bestandteile . . .

Eine Pflanze in unserem Garten, von der wir das Namenschild verloren haben und uns nicht mehr erinnern können, was es für eine ist. Nun wir haben sie als Minipflanze gekauft und sie wächst super, wir haben sie „the unkown plant“ getauft . . .  sie muβ ja schlieβlich irgendwie benannt werden. Und sehr eindrucksvoll sind auch die ineinander verschlungenen kleinen Palmen, die ganz von selbst so gewachsen sind. Auch die hatten wir im Frühjahr gepflanzt.

“Each small task of everyday life is part
of the total harmony of the universe.”

Licht

Dieses Foto gefällt mir so gut.

Warmes Licht fällt durch die Fenster nach außen, verstrahlt Gemütlichkeit, weckt Sehnsucht nach einem Zuhause, einem Ort der Sicherheit. Ich mag die Abendstunden, Kerzenlicht, Ruhe und Geborgenheit. Egal wie schlimm der Tag war und welche Sorgen er brachte, welche Anstrengung und auch Enttäuschung, am Abend kann man sich in die Geborgenheit der „Behausung“ zurückziehen und Schutz suchen. Heiße Schokolade erweist sich dabei genauso hilfreich wie Tee.

Und beim Lesen eines Buches kann man dem Alltag sogar entfliehen und in einer anderen Welt leben, wenn auch nur für die Dauer eines Leseabends. Aber ein kleines Stückchen des Gelesenen bleibt immer und setzt sich fest.

Books are the quietest and most constant of friends; they are the most accessible and wisest of counselors, and the most patient of teachers. Charles W. Eliot

Der BHE kocht. Das fällt meistens immer deftig aus. Diesmal ist es Barbeque Chicken (mit VIEL Zwiebeln für mich), Kartoffelbrei, Bourbon-Bohnen und Mais. Dazu: Rotkohlsalat, Frühlingszwiebeln, Nüsse und Grapefruit. Den Salat habe ich mir ausgedacht. Schmeckt gut mit den Grapefruitscheibchen da drin.

Theodor Storm      Dämmerstunde

„Im Nebenzimmer saßen ich und du;
die Abendsonne fiel durch die Gardinen;
die fleißigen Hände fügten sich der Ruh,
von rotem Licht war deine Stirn beschieden.

Wir schwiegen beid‘; ich wusste mir kein Wort,
das in der Stunde mochte taugen;
nur nebenan die Alten schwatzten fort –
du sahst mich an mit deinen Mädchenaugen.“

Alltägliches

Ich bin mit meiner neuen Kamera (die ja eigentlich nicht neu ist sondern nur dem BHE abgeschwatzt) zufrieden. Sie ist meiner Kamera sehr ähnlich und deshalb nicht schwer zu bedienen. Mein Wunsch ist ja immer noch eine Canon EOS 500D, aber da werde ich wohl noch eine Weile weiterträumen müssen. Seit meine groβe Tochter hier war und ich fast drei Wochen lang ihre Kamera benutzen durfte, bin ich halt etwas gröβenwahnsinnig geworden. Man ist halt eingeschränkt wenn man nur mit einer kleinen Kamera arbeitet.

Gestern habe ich einen Kartoffelsalat gemacht, den gibt es bei uns oft und er gelingt mir immer gut. Ich mag ihn mit Apfelschnitzen drin, der BHE nicht, aber diesmal gab es nur eine Version (aus Zeitmangel): die ohne Apfel.

Und einige kleine Fotos noch hinterher:

„Elsewhere the paper notes that vegetarians and vegans (including athletes) ‚meet and exceed requirements‘ for protein. And, to render the whole we-should-worry-about-getting-enough-protein-and-therefore-eat-meat idea even more useless, other data suggests that excess animal protein intake is linked with osteoporosis, kidney disease, calcium stones in the urinary tract, and some cancers. Despite some persistent confusion, it is clear that vegetarians and vegans tend to have more optimal protein consumption than omnivores. “

Jonathan Safran Foer (Eating Animals)

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