Renoviertrauma

Mein Mann ist bis Sonntagabend in Michigan und ich wollte ihn überraschen und ihm einiges von der vielen Arbeit abnehmen, die bei uns im Haus noch auf ihn wartet. Einige Tage lang schon hatte ich dieses Projekt geplant: der laundryroom (Waschraum, Waschküche?) hatte eine kleine Sanierung nötig. Seit ich das letzte Mal wirklich richtig Grosseinsatz beim Renovieren hatte, sind schon einige Jahre vergangen und ich bin wohl ein wenig aus der Űbung gekommen. Diese Erfahrung habe ich gestern machen müssen. Als erstes begann ich den Werktag mit einem ausgiebigen Frühstück, denn: wer nicht iβt soll auch nicht arbeiten.

Dann machte ich mich auf den Weg zum Baumarkt, um Farbe und einiges Zubehör zu kaufen. Auch das ging ohne Schwierigkeiten vonstatten.

So sah es am Morgen aus, das berühmte „Vorher-Foto“.

Als erstes räumte ich alles bis auf die Waschmaschine und den Trockner in die Küche und ins Esszimmer. Das wurde von den Katzen schon mal nicht mit besonders viel Beifall aufgenommen, die Hunde machten es sich auf dem Sofa bequem und beobachteten mich mitleidig. Erinnerten mich ein wenig an Statler und Waldorf aus der Muppetshow, wie sie da so Seite an Seite in Beobachtungsposition waren.

Zuerst musste ich eine Abdeckfarbe auftragen, weil die Wände mit einer dunkelgrünen Farbe gestrichen waren. Das dauerte ganze VIER Stunden, weil mir andauernd die Hände einschliefen, mir der Pinsel aus der Hand fiel und ich aus Versehen bei dem Versuch, von der Leiter zu steigen, die unterste Sprosse verfehlte und den Farbtopf umtrampelte. Der Schaden hielt sich in Grenzen, weil ich den Arbeitsbereich mit einem alten Laken ausgelegt hatte.

Während die Abdeckfarbe trocknete, leistete ich mir eine kleine Mittags- oder besser Spätnachmittagspause mit einem Teller Nachos.

Das wirkliche Streichen war dann ziemlich schlimm. Ich habe bis 2 Uhr Nachts gearbeitet und war einige Male kurz davor, alles hinzuschmeissen. Die Redewendung: „Vor Müdigkeit umfallen“ habe ich im Vollen am eigenen Leib erfahren, zum Schluss ist mir sogar mehrmals der Pinsel aus der Hand gefallen. Ich hatte grosse Lust, mich wie eine der Katzen einfach in eine Ecke zu einem kleinen Bündel zusammenzurollen und einzuschlafen. Da ich aber überall mit Farbe bekleckert war, sogar in den Nasenlöchern, musste ich zu dieser späten Nacht- oder besser frühen Morgenstunde auch noch in die Dusche.

Alles wieder eingeräumt habe ich heute morgen, obwohl ich einen entsetzlichen Muskelkater habe. Da kommen leider „Aus-der-Űbung-geraten“ und Arthritis zusammen und das ist keine Gute Mischung. Hier ist das „Nachher-Foto“ (und: ja, die Wand ist etwas porös und die Farbe hat nicht richtig gedeckt):

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