Laugh, life, dream, dance . . . SING !

Ich singe gerne. Allerdings habe ich das bis vor einer Weile noch auf die häuslichen vier Wände beschränkt. Weil, erstmal finde ich nicht, das es sich besonders schön anhört wenn ich singe, und dann, ich bin ja in Deutschland aufgewachsen und erzogen worden, und da singt man nicht einfach auf der Strasse. Ordnung muss sein! Als Deutscher hat man ja eher eine etwas verklemmte Haltung zu Gefühlsbekundungen in der Őffentlichkeit. Hier ist das etwas anderes. ALLE singen, oder, fast alle! Teenager laufen mit ihrem iPod die Strasse lang und singen laut zu ihrer Musik mit, wackeln auch ein wenig im Takt. Im Supermarkt singen die Kassiererinnen und die Kunden an den Warenregalen. In der Bäckerei, wo ich einige Jahre lang Sklavenarbeit geleistet habe (lach) sang jeder. Laut, falsch, weniger falsch, aber immer mit einer tiefen Freude und ganz ohne Scham.  Am Anfang habe ich höchstens mal verschämt und leise meine Lieblingssongs mitgesummt, aber nie so laut das es irgendeinem aufgefallen wäre. Eines Nachmittags war ich in der Backstube mit dem Zubereiten von belegten Broten beschäftigt und habe ohne eigenes Zutun plötzlich gemerkt, das ich einen Song laut mitgesungen habe: „ . . . lucky I’m in love with my best friend, lucky to have been where I have been . . . „ Wer weiss, wann dieser tolle Song von Jason Mraz und Colbie Caillat rauskam, weiss jetzt auch, wie lange es gedauert hat, bis MEIN Durchbruch kam. Eine meiner jungen Kolleginnen, grade dabei, englisch zu lernen, bat mich um den Text und von da an war das UNSER Lied. Jedesmal, wenn es im Radio kam, haben wir es gemeinsam laut gesungen. In der Abgeschiedenheit der Backstube ebenso wie im Verkaufsraum vor allen Kunden.

Und seitdem singe ich. Wenn ich irgendwo ein Lied höre, singe ich mit. Niemand schaut mich dumm an, keiner denkt (hoffentlich nicht) ich hab sie nicht mehr alle. Und ich habe etwas entdeckt: singen macht Spass. Und es macht glücklich.

„Zwitschere dein Lied, Amsel, und vertreibe Kummer und Sorgen.“

„Allein singen und allein dreschen ist eine langweilige Arbeit.“

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