Drachen Projekt

Dieses Stück Styropor stand ewig im Arbeitszimmer und genauso ewig habe ich überlegt, zu was ich es verarbeiten könnte.

Dann hatte ich die Idee: dort wird ein kleiner Waldtroll oder eine Elfe einziehen und auf dem Dach hält ein Drache sein Schläfchen. Zuerst habe ich in die Rückwand eine Őffnung für ein Fenster geschnitten, das Fenstergitter ist aus Blumendraht zurechtgebogen.

Dann habe ich ganz vorsichtig die Struktur für die Ziegel in die Fassade geritzt, das Ganze dann mit Acrylfarbe angemalt. In der kleinen Ausbuchtung oben links werden Vögel oder Hühner einziehen, das Stroh ist jedenfalls schon da und wartet auf die Bewohner. Der Zaun ist aus kleinen abgeflachten Holzstäben zurechtgeschnitten und einfach zusammengeklebt.

Ausserdem habe ich aus Salzteig die ersten Haushaltsgegenstände und Lebensmittel hergestellt: Möhren und Kürbisse, Pilze, einen Honigtopf, Schüsseln und Dracheneier. Der Drache selbst, da muss ich mich noch entscheiden, ich habe bereits mehrere Entwürfe für einen schlafenden Drachen, bin aber noch unschlüssig bezüglich der Farbe (blau oder grün), der Flügel (Ton oder Seide), etc. Einen kleinen Besen habe ich auch bereits, damit alles immer schön sauber bleibt.

Da es heute nicht regnet, werde ich jetzt aber erstmal nachschauen, was das gestrige Unwetter so alles in meinem Garten angerichtet hat.

Regen, Regen, Regen . . . und Wind

Dieser Tropensturm hat uns im Moment richtig fest im Griff. Es regnet was es nur kann und auch der Wind heult ums Haus.

Somit werde ich den ganzen Tag im Haus bleiben. Was machen Kinder, die bei Regenwetter nicht nach draussen gehen und in den Pfützen platschen können? Sie bleiben brav daheim, basteln ein wenig und bereiten einen weiteren Stapel Bücher zum Verkauf bei ebay vor.

„Sunshine is delicious, rain is refreshing, wind braces us up, snow is exhilarating; there is really no such thing as bad weather . . . „

Just the two of us

Bei mir wird nicht immer aber doch sehr oft am Tisch gegessen. Und der ist dann schön gedeckt und geschmückt. Sicher ist das manchmal aufgrund unterschiedlicher Arbeitszeiten, Stundenplan, Hobbies etc. nicht möglich. Das weiss ich aus eigener Erfahrung. Aber ich habe schon immer und so oft wie möglich unseren Essenstisch schön und ansprechend hergerichtet. Selbst als meine Kinder noch alle sehr klein waren. Auch ein kleines Kind hat das Recht auf eine stilvolle Tischkultur. Im Elternhaus meines Enkelchens geht das manchmal einfach unter im leider so amerikanischen Alltag mit dem Mix aus Schule, Arbeit, Fastfood, Plastikgeschirr und Pappbechern. Es ist entsetzlich, wieviel Plastikgeschirr hier im Handel angeboten wird, das ist schlimmer als in der alten DDR. Ich besitze KEIN Plastikgeschirr und weigere mich auch, solches zu erwerben! Nur das Besteck und die Trinkflasche meines Enkelchens sind noch aus Plastik, wegen der Verletzungsgefahr. Aber auch das werde ich so nach und nach gegen ordentliches Geschirr austauschen.  Auch wenn mein Enkelchen bei mir ist und wir meistens zur Essenszeit beide ganz alleine sind, wird der Tisch nett gedeckt, mit Kerzen und Blumen, Servietten und auch die Quietscheentchen dürfen nicht fehlen. Auch das Essen wird appetitlich angerichtet und nicht sofort auf dem Teller zermanscht.

Und wie man sieht, schmeckts. Und ich hoffe sehr, das der schön gedeckte Tisch bei Omi in der Erinnerung bleibt und vielleicht bewirkt, das mein Enkelchen in der Zukunft auf solche Dinge Wert legt.

„The dinner table is the center for the teaching and practicing not just of table manners but of conversation, consideration, tolerance, family feeling, and just about all the other accomplishments of polite society except the minuet.“ Judith Martin (Miss Manners)

Basteln

Die ersten Bücher für fantasy world sind fertig. Der Einband ist aus Seiten von „Mac Kenzie Childs“ die haben so herrliche farbenfrohe Motive. Die Motive werden ausgeschnitten und auf feste Pappe geklebt, ich halte das immer mit Klammern zusammen. Die Innenseiten sind aus einem alten Thesaurus, auch die habe ich mir zurechtgeschnitten und mit Klammern fixiert, damit sie nicht durch die Gegend gewedelt werden, während sie darauf warten, ins Buch eingeklebt zu werden.

Ist alles schön getrocknet, werden die Seiten ins Buch geklebt und das Ganze wieder mit Klammern fixiert, am besten über Nacht, dann kann alles ordentlich abtrocknen und nichts verbiegt sich.

Die fertigen Bücher sehen dann so aus:  (mit Streichholzschachtel zum Gröβenvergleich)

Frühstück: die tollen Cracker hier, mit Frischkäse, Bananen und Orangen und mein kleines Lieblingsjoghurt, kann man in etwa mit den deutschen Fruchtzwergen vergleichen.

“No questions, until I had my second cup of coffee!”

Fundstücke

Gestern abend waren wir auf einer Versteigerung. Für nur insgesamt 150 $ haben wir folgende Dinge ersteigert, die nun teils weiterverkauft, teils als Hausdekoration verwendet werden

Das alte Spinnrad ist einfach umwerfend, die Holzfigur ebenfalls, muss nur ein wenig bearbeitet werden, man kann uas kurzer Entfernung sehen, das der arme Kerl etwas rauh behandelt wurde. Der Elephant ist aus einem ganz tollen Holz, habe noch nicht herausgefunden, welches, sieht fast wie Teakwodd aus.

Konnte leider nicht verhindern, das in den Bildern ab und zu auch Katzen zu sehen sind, als stimmberechtigte Familienmitglieder mussten sie natürlich jedes Stück ausgiebig begutachten und für tauglich befinden, lol.

Ausserdem dabei aber nicht im Bild: kistenweise Bücher, die sind alle noch im Truck und werden in Laufe des heutigen Tages entladen.

Auswandern

Ich finde andauernd Dinge, die mich wirklich zum Nachdenken anregen. Ich habe ein Buch über Schiffskatastrophen und als ich ein wenig recherchiert habe, bin ich auf eine website gestoβen, die Schiffskatastrophen dokumentiert, mit Passagierlisten. Eines dieser Schiffe war die „Cataraque“ die 1846 in England mit Kurs auf Australien lossegelte, mit 369 Auswanderern an Bord, alle sicher voller Träume und Hoffnungen auf eine bessere Zukunft. Sie kamen nur nie am Ziel an, das Schiff versank in der Bass’s Strait vor dem australischen Kontinent. Mit an Bord eine Familie, die Eltern noch jung, aber bereits mit 9 Kindern, das jüngste grad mal 11 Monate alt.

Ein anderes Schiff legte 1854 von Hamburg ab, auch nach Australien, mit an Bord eine Witwe aus Bentschen (ehem. Preussen) mit 8 Kindern. Dieses Schiff kam wohlbehalten in Port Adelaide an. Die gute Witwe war fast so alt wie ich und hatte den Mut (oder vielleicht auch nur den Mut der Verzweiflung) in einem total fremden Land einen Neuanfang zu wagen. Das war damals sicher nicht so einfach und ich bezweifle das sie z.B. irgendwelche englisch Kenntnisse hatte.

Ich konnte es nicht lassen, durch die ganzen Passagierlisten zu surfen, so viele Namen, so viele Schicksale, auf der Liste nur ein Name, dahinter aber ein ganzes Leben mit allen Freuden und Sorgen, ein Mensch, der seine Geschichte jetzt nicht mehr erzählen kann.

Denkmal am Hafen in Cobh (Irland) Rund 2,5 Millionen irischer Emigranten haben zwischen 1848 und 1950 von hier aus ihre grüne Insel verlassen und auch die Titanic machte hier ihren letzten Halt.

So viele Menschen liessen und lassen immer noch alles hinter sich, um einen Traum zu verwirklichen, einen Neuanfang zu wagen, um dem eintönigen Alltag zu entfliehen, vor einer Beziehung, vor finanziellen Problemen, was auch immer der Grund sein mag.

Wie viele finden das, wonach sie gesucht haben? Man kann vor seinen Problemen nicht davon laufen. Aber mit einer positiven Einstellung kann man sie lösen. Und oft auch mit dem Mut, einen Neubeginn zu wagen.

“Every day is a new beginning. Treat it that way. Stay away from what might have been, and look at what can be.”

Erbsen, Bohnen, Linsen . . .

Gestern war absolut nicht mein Tag. Als ich mich voller Ideen und Schaffenskraft vor den Computer gesetzt habe und grade im Internet nachschauen wollte, wie sich meine Auktionen bei ebay entwickeln (nebenbei gesagt: vielversprechend) kamen auf einmal diese fürchterlichen Piepslaute und Pop-Up Windows, um mich zu informieren, das ich mehrere Trojaner und andere Spyware auf meinem Rechner habe. Das Virenprogramm hat sie auch alle aufgelistet und als ich dann den Button „entfernen“ gedrückt habe in der Hoffnung, dieses Problem noch vor dem Frühstück zu beheben, informierte mich das Programm (avast-freeware) das ich, um diese Funktion zu nutzen, mich registrieren und ihre Vollversion für  $ 49.95 erwerben muss. Selbst wenn ich das gewollt hätte, ist es ja wohl nicht ratsam, auf einem mit Viren und Spyware verseuchten Rechner so eine Aktion zu tätigen und Kreditkarten Informationen einzugeben. Also kehrte ich zur guten alten Version von Avira zurück, die für den Privatgebrauch wirklich KOSTENLOS ist mit ALLEN aktivierten Funktionen. Ausserdem ad-aware von Lavasoft. Aber beide Programme lieβen sich nicht starten. Ein Systemcheck ergab, das meine komplette Registry verseucht war und den Start der Programme verhinderte. Es dauerte den GANZEN Tag bis ich das in den Griff bekommen hatte, Viren- und Systemscan zum Laufen gebracht und dann endlich den Kampf gegen die Trojaner gewinnen konnte. Nebenbei habe ich eine Linsensuppe gekocht, die SUPER geschmeckt hat und eine warme Suppe wirkt ja immer Wunder, um die aufgekratzten Nerven zu beruhigen.

Währen die Programme liefen, konnte ich mich ja nicht vom Computer wegbewegen, da ich manuell die Aktionen bestätigen wollte (Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser), also bastelte ich nebenbei weiter an meinen Projekten (die Spitze und das Band habe ich mit blauem Glitzernagellack eingefärbt, die Schrift muss nochmal mit Fineliner nachbearbeitet werden):

Zum Abendbrot musste dann auch ein Wohlfühlgericht her: Melone, Yoghurt, Sonnenblumenbrot und Pfefferminztee.

“Moonstone is also known as selenite. Moonstone has variety of colors, such as grey, brown, yellow, pale orange, peach, red, pink, green and blue. The rarest and most valuable moonstones are clear and colorless, with a hint of blue shine.”

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