Banane mit Sahne

Jeder kennt sie, jeder liebt sie. Hellgelb, reif und zuckersüß: Bananen. Doch an der Banane ist offensichtlich viel mehr dran als nur die Tatsache, mit Lust hineinbeißen zu können. Botanisch gesehen ist die Banane ja eh keine Banane sondern eine Beere! Ha!

Bisher habe ich mir nie sonderlich Gedanken ums Bananen essen gemacht. Sie schmecken und enthalten die Vitamine (A und C), Eisen, Phosphor, Magnesium, Kalium, Kupfer, Mangan, Zucker, Ballaststoffe, Serotonin und Norepinephrin.

Seit einiger Zeit finde ich jedoch unter meinen Bananenpalmen im Garten kleine Opfergaben, die anscheinend von unseren Latino-Nachbarn durch den Zaun gesteckt und unter den Pflanzen nett angeordnet abgelegt werden. Hm ! Es entbehrt auch nicht einer gewissen Komik, gesehen habe ich meine Nachbarn bei dieser Aktivität noch nicht, ich stelle mir aber meine sehr wohlbeleibte Nachbarin vor meinem geistigen Auge vor, wie sie sich unter Ächzen und Stöhnen hinkniet und ihre Wurstfinger durch den Zaun quetscht.

„Banan“ ist das arabische Wort für „Finger“. Spanische Seefahrer und Missionare nahmen einige Pflänzchen mit in die Karibik und nach Südamerika, wo sie im warmen Klima gut gediehen. Die Missionare wieder. Von denen kam noch nie Gutes. Selbst die Missionarsstellung ist langweilig. Und mit der Banane haben sie einen Stein des Aberglaubens ins Rollen gebracht, der ihnen wohl kaum gefallen haben wird.

Im alten Indonesien gab es den Brauch, den Leichnam eines Verstorbenen im Stamm einer Banane zu verbrennen. Man glaubte, dass der Tote dadurch einen Begleiter hätte und nicht lange suchen müsse. Hoffentlich glauben unsere Nachbarn das NICHT !
Wird eine Braut unter einer Bananenstaude getraut, soll ihr das Glück treu bleiben. Wieder Hm. Da es sich bei unseren um Zwergbananen handelt, käme das nur für extrem kleinwüchsige Menschen in Frage (Mexikaner oder Liliputaner). Aber dann, unsere kleine Bananenplantage als Hochzeitsort zu vermieten, wäre wiederum ein nettes Nebeneinkommen.

Ein anderer Aberglaube besagt, dass Bananen niemals aufgeschnitten, sondern nur aufgebrochen werden dürfen. Na ja, das versuche ich ja, nicht des Aberglaubens wegen, sondern weil es einfacher ist. Da ich aber gerne nur einwandfrei gelbe Bananen esse und die meistens noch fest in der Schale sitzen, muss ich sie notgedrungen mit einem Messer kurz anschneiden. Ziehe ich mir damit den Zorn der Götter zu?

Bis zum Jahr 1819 durften Frauen auf Hawaii die Banane nicht essen. Falls sie es doch taten, konnte dies mit dem Tod bestraft werden. Dies besagte der Tabu-Kodex der Hawaiianer. ouhpsi

Die Banane wird zur Steigerung der Fruchtbarkeit und Überwindung von Impotenz verwendet. Blätter als auch Blüten werden für Geld- und Wohlstandszauber genutzt. Ok, letzteres wäre zu erwägen.

Auf Hawaii und auch Tahiti wurde den Göttern gelegentlich ein Strunk Bananen geopfert. Heute wird die Pflanze in Vodoo-Ritualen benutzt. Die Banane verkörpert dabei die Götter, da ihre zwittrigen Blüten wie die Götter zweigeschlechtlich sind.

AHA ! Hab ich nicht gewusst. Wie praktisch.

Kurz zusammengefasst, sollen magische Eigenschaften der Banane demzufolge Fruchtbarkeit, sexuelle Leistungsfähigkeit und Wohlstand sein. Hm, soviele Bananen wie ich in meinem Leben schon gegessen habe (und das sind viele), was ist dann mit dem Wohlstand? Oder kriegt man die nicht alle drei? Vielleicht fehlt mir ja auch nur der Glaube. Atheisten (oder wie heissen Menschen die nicht an den Bananengott glauben?) werden wohl nicht von den Göttern begünstigt. Na ja, dafür bin ich von der Muse geküsst.

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