Ein Abenteuer

Seit einigen Monaten hat sich bei mir eine amerikanische Unsitte breit gemacht: ich fahre überall mit dem Auto hin, hauptsächlich aus Zeitgründen. Ich ärgere mich sehr darüber und somit habe ich beschlossen, heute mal zu laufen und zwar praktischerweise zu JoAnn (Bastelbedarf).

20160529_095651 Es ist Sonntag, aber niemand ist zu sehen. Meistens trifft man doch Jogger oder Hunde-Gassi-Geher, aber die haben das wohl heute schon hinter sich. Ist auch schon kurz vor 10 Uhr.

20160529_095911Vor einer Weile hat man hier neue Strommasten errichtet, warum sie einen Teil des Gehweges beanspruchen ist mir unerklärlich. Wenn man hochschaut sieht man (wie in Kleinkleckersdorf) die Kabel in fröhlicher Vielfalt da rumhängen. Das nehmen die Amerikaner nicht so genau. Deshalb gibt es hier auch die häufigen Stromausfälle, wenn ein Windchen mal am Kabel rüttelt.

20160529_095943Die Mango Saison hat angefangen und ich laufe durch die kleinen Seitenwege in der Hoffnung das es einige Früchte von den Bäumen geweht hat. Aber ich habe kein Glück. Ausser einem alten Schaukelstuhl finde ich nichts😦

20160529_100345 Trotzdem ist es ein angenehmer Spaziergang und die Natur zeigt sich von ihrer schönsten Seite.

2016-05-29 18.59.46Palmen und blauer Himmel gehören zu meinen Lieblingsmotiven.

20160529_101043Bei JoAnn’s gibt es heute Unmengen von Sonderangeboten und Preissenkungen von bis zu 70% an einigen Artikeln. Ich kaufe Dinge, die ich unbedingt brauche, wie z.B. Stühle für einen Feen Garten, Seidenblumen, Bilderrahmen, Papier für shredlock, Aquarellstifte, Kerzen, ein Windlicht, Sticker und kriege an der Kasse einen Schreck, trotz Preissenkungen trotzdem 62$ verbraten und: ich muss jetzt meinen Hamsterkauf heimtragen. Zu Fuß. Das kommt davon. Mittlerweile ist die Mittagssonne da und lässt mich kräftig schwitzen.

20160529_112431Aber schließlich komme ich doch daheim an und finde sogar noch die Kraft, unseren großen Hibiskusstrauch vor dem Haus zu fotografieren, der in voller Blüte steht.

Mein sonntägliches „Abenteuer“ ist gut ausgegangen und der Vorsatz bleibt: ich werde wieder mehr laufen.

 

 

Gelesen

Neben vielen anderen Dingen habe ich im vergangenen Jahr auch viel gelesen. Hier eine Liste, vielleicht sind ja ein paar Anregungen dabei. Empfehlen kann ich jedes einzelne Buch. Sie waren alle gut. Ich habe auch schon vor dem Juli gelesen, aber erst zu diesem Zeitpunkt die Idee gehabt, eine Liste anzulegen.

Juli

Jonas Jonasson “The girl who saved the king of Sweden”

Margaret Mitchell “Gone with the wind”

Christina McKenna “The disenchanted widow”

Jules Verne “The blockade runners”

Martin Andersen Nexö “Ditte Menschenkind”

Patricia Kelly “Der Klang meines Lebens”

Cornelia Funke “Reckless”

 

August

Von Catherine Ryan Hyde :

“Walk me home”

“Take me with you”

“When I found you”

Oliver Tappe “Hurra, die Deutschen kommen!”

Markus Zusak “The book thief”

Michael Modler “Influenza Bookosa – ein Leben mit Lesen”

 

September

Alice Hoffman “ Green Heart”

Alice Hoffman “The Blackbird House”

Paul and Diane Thibodeaux “Bridget”

Emjae Edwards “Learning to be Irish”

 

Oktober

Lilian Faschinger “Magdalena Sünderin”

Kate Mosse “Labyrinth”

Frances Hodgson Burnett “Little Princess”

November

Frances Hodgson Burnett “The secret garden”

Sarah Gruen “Water for Elephants”

Audrey Niffenegger “The time traveler’s wife”

Sue Monk Kidd “The secret life of bees”

Dezember

Else Ury “Nesthäkchen” (alle 10 Bände)

Letty Cottin Pogrebin “Three Daughters”

John Grisham “Skipping Christmas”

gelesen

 

Harry Potter – always und immer wieder

Eine Woche vor Weihnachten habe ich bei barnes and nobles die herrlich illustrierte Schmuckausgabe vom ersten Harry Potter Band bewundert und mir vorgenommen, sie mir nach den Feiertagen zu kaufen. Am Weihnachtsabend gab mir meine älteste Enkeltochter ein grosses hübsch eingewickeltes Paket und bemerkte sofort dazu: “Here Grandma, it’s a book I hope you like it.”

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Den Weihnachtsabend habe ich lesend verbracht. Oder besser, Bilder anschauend. Das Buch ist einzigartig. Illustriert ist es von Jim Kay, der einfach total fantasievolle Zeichnungen erschaffen hat. Natürlich hat man ja durch die Filme schon ein vorgegebenes Bild von den Charakteren und den Örtlichkeiten. Aber Jim Kay schafft es, den Betrachter trotzdem zu faszinieren.

So viele Details, und wenn es mal auf einer Seite keine Illustration gibt, dann sind wenigstens Tintenkleckse da.

Informativ ist es auch, denn über die verschiedenen Sorten von Dracheneiern und auch über Trolle sollte man schon gut Bescheid wissen.

Damit hat Jim Kay für die nächsten Jahre gut zu tun, denn ich hoffe doch sehr, das alle Ausgaben nach und nach illustriert erscheinen. Darauf freue ich mich schon.

Ich bin nicht alt, ich wurde nur früher geboren !

Ich bin heute morgen aufgewacht

Ich habe die Arme hochgestreckt

Die Knie bewegt, den Hals gedreht . . .

Es hat bei allem “knack” gemacht !

Ich bin zu dem Schluss gekommen: “Ich bin knackig !”

Das heutige (und eigentlich immer) Tages Motto ist:

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Meine Blümchen haben Durst

Wer keine Arbeit hat, der macht sich welche. Irgendwie habe ich nicht genug zu tun, deshalb musste ich unbedingt in einer Nacht-und-Nebel Aktion diese Giesskanne verschönern.

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Nacht-und-Nebel deshalb, weil es kurz vor Mitternacht war, ich eigentlich ins Bett wollte und auf dem Weg dorthin nur mal kurz auf dem Balkon nochmal den Mond anschauen wollte. Da stand die Giesskanne und sah so traurig grau aus. “Nicht mehr lange” dachte ich und machte mich an die Arbeit.

So sieht sie nun aus. Ist noch aber nicht fertig.

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Sie soll mit winzigen schwarzen Pünktchen besprenkelt werden.

Das wollte ich aber dann so spät doch nicht mehr machen😉

Wohnst du noch oder lebst du schon? Und . . .

. . . eine kleine Philosophie zum Köttbullar, dem schwedischen Fleischbällchen. Dank IKEA und meiner Nichte kenne ich mich da gut aus. Gegessen habe ich sie aber noch nicht (ich meine die Fleischbällchen), denn es gab sie bisher nur aus Rindfleisch (zumindest im IKEA Restaurant). Rind- und Schweinefleisch ess ich nicht und das muss IKEA wohl leid getan haben, denn nun gibt es seit einiger Zeit die Kyckling Köttbullar, mit Kartoffelbrei, Preiselbeeren und Sahnesosse für ganze $4.99 ! Schmecken ein bischen wie Königsberger Klopse, aber sehr gut.

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Ein kleiner Fakt: IKEA eröffnete 1960 das erste Restaurant in einer ihrer Filialen, weil zu viele Kunden das Möbelhaus verlieβen, ohne etwas zu kaufen. Der Grund? Sie waren hungrig!

Am Samstag haben wir (wieder mal) einen Familienausflug zu IKEA gemacht.

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Regale gekauft, Schüsseln, Töpfe, Spielzeug, eine Matratze, Kerzen und Hering in Senfsosse😉 Der schmeckt wunderbar mit Pellkartoffeln und frischer Petersilie.

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Die Enkelchen hatten Spass in den Ausstellungsräumen, es gab kaum eine Sitzgelegenheit, die sie nicht ausprobiert haben und als in einem der “Wohnzimmer” “Frozen” lief, liessen sie sich dort aufs Sofa nieder und meinten: “Holt uns einfach nachher hier wieder ab.” Das kann man ja nun leider heutzutage nicht mehr machen.

Der candy-shop erinnerte mich an Pippi Langstrumpf, allerdings hatten wir keine Goldstücke und konnten deshalb nur eine bescheidene Auswahl treffen.

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Dank meiner Mitgliedschaft bei IKEA-Family bekam ich meinen Kaffee (lebensnotwendige Flüssigkeit) umsonst.

Ausserdem habe ich mich mit Rezeptkarten eingedeckt. Das will ich alles ausprobieren.

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Das Herbstprogramm sieht auch sehr vielversprechend aus und wird höchstwahrscheinlich dazu führen, das wir bald wiederkommen.

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painting with a twist

Zu meinem Geburtstag hat mich die jüngste Königstochter ins Kunststudio eingeladen.

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“painting with a twist” hiess das und die Idee dahinter ist, Spass, gute Laune und Erfolgserlebnisse beim Malen zu haben, auch wenn man gar nicht malen kann, noch nie gemalt hat oder alles, was man je in der Schule im Zeichenunterricht gelernt hat, wieder vergessen hat. Falls mein Zeichenlehrer, Herr Betko, zufälligerweise diesen Eintrag lesen sollte, kann ich ihn beruhigen: ich habe nichts vergessen, und malen, zeichnen und überhaupt jegliche Art von kreativer Beschäftigung faszinieren mich immer noch und werden fleissig gepflegt, ja, sogar zum Zwecke des Geldverdienens genutzt.

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Aber zurück zum Thema: in diesem Studio hat man unter fachkundiger Anleitung die Möglichkeit, etwas Schönes auf die Leinwand zu bringen. Farben und die Leinwand werden vom Veranstalter gestellt. Man darf beim zeichnen Wein trinken, es wird aber drauf hingewiesen, das man aufpassen sollte, in welches Glas man seine Pinsel taucht. Der Wein deshalb, weil die Betreiber dieser Veranstaltung der Meinung sind, das viele Menschen ihrer eigenen Kreativität skeptisch und oft auch sehr kritisch gegenüberstehen. Und “the more you drink the better you paint” wird einem deshalb mit auf den Weg gegeben.

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Das Thema dieses Abends war “the kissing fish” und war eine Partneraktivität, wie man hier sehen kann. Es hat wirklich sehr viel Spass gemacht und war mal etwas ganz anderes. Und wir haben es auch geschafft, unsere Pinsel immer ins richtige Glas zu tauchen.

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Die Enkelchen waren ein wenig enttäuscht das sie nicht mit von der Partie sein durften und das Enkeltöchterchen, für welches ein Geburtstag immer noch mit einem reich beladenen Gabentisch verbunden ist, meinte tröstend zu mir: “Grandma, zu deinem nächsten Geburtstag bekommst du ein richtiges Geschenk.”

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