Immer noch mod podge

Im Moment kann ich mich vor Ideen gar nicht retten. Ich werde nachts wach weil mir etwas einfällt, dann muss ich aufstehen und es notieren. Da ich nicht immer Zeit habe, Ideen gleich in die Tat umzusetzen, ist mein Esstisch, den ich eigentlich NICHT zumüllen wollte, mit eingangs erwähnten Notizen, Skizzen, Material, Schokoladentafeln, angefangenen Projekten und anderen nicht auf einen Esstisch gehörenden Dingen beladen. Das gleiche ist dem Couchtisch passiert. Ebenfalls dem Fussboden. Anstatt jetzt hier mit einer Tasse Kaffee zu sitzen und zu bloggen, könnte ich natürlich auch etwas aufräumen. Oder ein weiteres Projekt zu Ende bringen. Aber so funktioniert mein Gehirn leider nicht.

Vom Regale bauen im Büro sind eine Menge kleine Holzreste übriggeblieben. Die habe ich alle heim geschleppt. Ich kann ja nichts wegwerfen. Irgendwann könnte man es immerhin noch mal zu etwas verwenden. Und einen Verwendungszweck für diese Holzteile habe ich auch bereits:

Das Arbeitsmaterial ist wenig: besagtes Holzstück, eine Serviette, und mod podge. Die Serviette wird mit dem mod podge auf das Holz geklebt, nach dem Trocknen wird mit antique finish (auch mod podge) eine Schutzschicht aufgetragen, die dem ganzen einen leicht bräunlichen Anstich verleiht, dann kommt noch, weils so nett aussieht, etwas Hanfband rumgewickelt und zum Schluss natürlich auf die Hinterseite das Markenzeichen der “Künstlerin” . . . lach

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Ziel Nummer 6 – Kreativ

Ich hatte mir vorgenommen, irgendetwas zu gestalten. Irgendein Projekt. Ich wusste nur nicht, was es werden sollte. Anstatt etwas zu suchen, habe ich gewartet, bis sich eine Idee ergibt. Und hier ist sie: Im meinem neuen Apartment hing ein super grosses und meiner Meinung nach auch super schlechtes Bild.

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Da wollte ich eine von mir gestaltete Collage reinbringen. Der Bilderrahmen an sich war in sehr gutem Zustand, musste nur ordentlich saubergemacht werden. Den Spannrahmen mit dem Canvas habe ich vorsichtig herausgenommen und den Canvas abgetrennt. Dann habe ich mir ein grosses Stück Pappe zurechtgeschnitten und mich für die Notenseiten von “Porgy and Bess” als Hintergrund entschieden.  Geklebt, gestrichen und versiegelt habe ich ausschliesslich mit mod podge, denn der erfüllt ja alle drei Funktionen auf einmal. Man könnte ihn auch als die Luxusversion des guten alten Tapetenkleisters bezeichnen.

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Das Notenheft wird auseinandergetrennt, die Seiten zurechtgeschnitten und dann mit dem mod podge auf der Rückseite eingepinselt. Ebenso die Fläche auf der Pappe, wo aufgeklebt wird. Zuerst wird der Rand gefertigt, dabei klebt man so, das ein Teil vom Papier überlappt, das wird dann umgefaltet und man bekommt einen schönen Rand. In der Mitte habe ich Platz gelassen, da kommt dann später mein “center piece” rein. Nach dem Trocknen der aufgeklebten Seiten habe ich alles etwas mit verdünnter brauner Farbe angestrichen, danach das Mittelteil eingeklebt. Dann habe ich alles noch mal mit mod podge überstrichen, das gibt eine schöne Oberfläche.

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Jetzt geht es an die feine Arbeit. Ich schneide mir alles zurecht, was noch mit auf die Collage soll. Unter anderem das Vögelchen. Dazu male ich mir die Silhouette auf ein Blatt Papier, klebe sie mit zurechtgeschnittenen Papierfetzen voll und schneide dann den Vogel sauber aus. Den Flügel in der Mitte bildet eine Seite aus einem alten Thesaurus. Auch der Vogel bekommt, wenn alles aufgeklebt ist, eine Schicht mod podge aufgepinselt.

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Bevor ich angefangen habe, alle restlichen Details aufzukleben, habe ich sie erstmal auf dem Bild angeordnet. Auch das wird alles mit mod podge aufgeklebt, dann, nach dem Trocknen, mit einer weiteren Oberflächenschicht versehen. Ist die trocken, kommen kleine Details, wie zum Beispiel Glitter, dazu.

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Ganz zum Schluss gibt es noch mal einen kompletten mod podge Oberflächenanstrich. Wenn das alles gut getrocknet ist, sieht es so aus:

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Die Oberfläche ist jetzt gut versiegelt, und kann auch mal feucht abgewischt werden.

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Und so hängt sie jetzt an meiner Wand.

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Frühlingsgedanken

 

Der März hat begonnen und somit geht es auf den Frühling zu, auch wenn man das hier in Miami ja eher weniger merkt. Noch ist es aber am Morgen angenehm kühl und auch am Abend kann man sich noch von der Hitze des Tages entspannen weil die Temperaturen wieder sinken. Dann sitze ich mit meinem Tee abends auf dem Balkon und lasse den Tag ausklingen.

Die meisten Menschen sind wie ein fallendes Blatt,
das weht und dreht sich durch die Luft,
und schwankt, und taumelt zu Boden.
Andre aber, wenige, sind wie Sterne,
die gehen eine feste Bahn, kein Wind erreicht sie,
in sich selber haben sie ihr Gesetz und ihre Bahn.
(Hermann Hesse, Siddhartha)

03-maerz

Over the hump

Über den Berg. Bin ich das? Ich hoffe es, aber bestimmt sagen kann man das nie. Auf jeden Fall bin ich einen groβen Schritt weitergekommen.

02-februar

 

Umzugskisten packen, bei Michaels, JoAnns, Pier1Imports, Pottery Barn und überall sonst nach nützlichen und oft auch unnützen Dingen für den neuen Haushalt schauen, einen Menüplan für die Einweihungsfeier zusammen stellen, Farbkombinationen für Möbel und Wände aussuchen; all das beschäftigt mich und treibt mich voran. Und das ist gut so. “Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.” Immer wieder muss ich an diese so weisen Worte denken.

Und mittlerweile ist es schon Februar, der keltische “rowan moon” hat begonnen, welcher mit  Brigid, der keltischen Göttin (Imbolc oder Lichtmess) verbunden ist. Brigid ist auch eine Göttin der Spinnerei und Weberei, welche die nie endenden Gewebe des Lebens vorbereitet und auch den Durchgang der Sonne durch die Sternbilder und die jahreszeitlichen Zyklen leitet. Rowan war daher das traditionelle Holz welches für die Herstellung von Spindeln und Spinnrädern verwendet wurde. Die keltischen Druiden hielten den Rowan Baum heilig und nannten ihn auch den “Baum des Lebens.” Im deutschen ist dieser Baum übrigens als Vogelbeerbaum oder auch Eberesche  bekannt.

Ein sandiger Sonntag

Heute war eher nicht so das “normale” Strandwetter. Baden ging nicht, die Fahnen an der Strandwache wehten (genauso wie der Wind) “high alert”. Aber eine Strandwanderung habe ich gemacht,  zwei gute Stunden lang und habe die frische Meeresbrise eingeschnuppert und meinen Füβen eine ausgiebige Wasser-Sand-Massage zukommen lassen. Unterwegs gabs ein “nutella to go” und später einen Eisbecher im Strandcafe. Abends dann beim Tee habe ich aus den über 200 heute entstandenen Fotos einige ausgesucht, hier sind sie:

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Ziel Nummer 5: Ein gutes Jahr beginnt

Damit ich die bereits erreichten Ziele pflege, habe ich heute gelesen, Musik gehört, gut gegessen und ein wenig fotografiert. Denn nur etwas zu erreichen hat ja keinen Sinn. Das Erreichte muss für immer einen Platz im Leben finden, von nun an dazugehören, gehegt und gepflegt werden.

01-januar

 

Ich wünsche allen ein glückliches und  gutes neues Jahr.

Para todos un  Próspero Año Nuevo con intensas y felices emociones.

May the New Year be a good and happy one !

Nena . . .

. . . immer noch und immer wieder.

Das waren noch Zeiten, die Achtziger in Deutschland, die Neue Deutsche Welle und natürlich Nena mit ihren “99 Luftballons” (you cringe when you hear the English version of 99 Luftballons – 99 Red Balloons). Gestern abend habe ich mir auf youtube alles angesehen und angehört, was es da von Nena gibt. Und das ist eine ganze Menge.  “Nur geträumt”, “Leuchtturm”, “Wunder geschehen”, “Irgendwie, irgendwo, irgendwann”, “Fragezeichen” und auch das unvergessene Duett mit Udo Lindenberg “Und jetzt bist du weg” (bringt einen immer noch und mich sowieso grade wieder ein wenig zum schluchzen)  . . .  das war schön und für mich eine Zeitreise mit so vielen Erinnerungen. Ihre Alben mit den zauberhaften Kinderliedern, die meine Kinder hörten und liebten und die nun meine Enkel anhören und sie leider nicht verstehen, weil sie kein deutsch sprechen, auch die sind auf meinem mp3 player vertreten.

Nena war für mich immer ein wenig Vorbild, sie verkörpert den Typ der selbstbewussten, starken Frau , und mit ihrer Musik schafft sie es, Wunder und Wahnsinn des Daseins in Töne und Texte zu fassen, Liebe zu geben, Lebenshilfe, Kraft, die Augen öffnen, Freude schenken,  Trost, einen Traum von einem neuen Morgen und hin und wieder einen liebevollen Tritt in den Arsch: immer weiter, immer weiter gradeaus, nicht verzweifeln, denn da holt dich keiner raus, komm steh selber wieder auf . . . 

“Schönheit kommt von innen und von schönen Gedanken.”, sagt Nena und da hat sie Recht.

 

“liebe will nicht
liebe kämpft nicht
liebe wird nicht
liebe ist . . . “

 

love

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