Brotgeschichten

Ich habe wieder angefangen, Brot und Brötchen selber zu backen. Meine Tochter konnte sich seltsamerweise noch an ein Brot erinnern, das ich vor 16 Jahren mal gebacken hatte und das irgendwie den Geschmack und die Konsistenz von Gummi hatte.

Nach diesem Misserfolg habe ich des öfteren Backversuche unternommen, die manchmal sogar essbar waren. Diesmal hatte ich zwei Projekte: Salbei Brötchen für mich und Parmesan-Knoblauch Brot für die Miami-Kids. Die hatte ich nämlich zum Essen eingeladen. Die Brötchen und Brote gelangen gut, sie waren duftend, locker und sogar gut aussehend. Mein Enkeltöchterchen half beim Tisch decken und trug zuerst das Brot zum Tisch. Natürlich musste sie gleich davon kosten und rannte dann mit einem angeekelten Gesichtsausdruck und den entsetzt genuschelten Worten (weil sie den Mund voller Brot hatte) auf mich zu: “Grandma, where is your trash can?” Da spuckte sie dann das Brot rein und erklärte mir voller Mitleid und so höflich wie sie konnte: “I don’t like it.”  Das Enkelsöhnchen, welches die Szene fasziniert beobachtet hatte, hielt sich vorsichtshalber den Mund zu, um einer eventuellen Zwangfütterung zu entgehen und erklärte mir, er würde gerne ein Joghurt haben. Den groβen kids allerdings hat das Brot geschmeckt.

Und meine Salbei Brötchen, die habe ich dann am Abend mit frischer irischer Butter und einer Tasse Tee genossen und sie für sehr gut gelungen befunden. Die mache ich bald mal wieder. Auf meinem Balkon steht jetzt auch ein Töpfchen mit Salbei, so daβ in Zukunft dieses Kraut aus eigener Ernte kommt.

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Illusionen

“Lebe so, daβ du dich niemals schämst,
wenn etwas, was du tust oder sagst,
in der ganzen Welt verbreitet wird –
auch dann nicht, wenn es nicht wahr ist.
Deine Freunde werden dich beim ersten Zusammentreffen
besser kennen als deine Bekannten in tausend Jahren.
Die wirksamste Art, sich seinen Verpflichtungen zu entziehen, ist
zu sagen: “Ich habe Verantwortung.”

“Du schlägst es einfach auf, und was du am meisten brauchst, wirst du finden.”
“Ein Zauberbuch!”
“Nein. Mit jedem Buch läβt es sich machen, mit einer alten Zeitung, vorausgesetzt, man liest sie sorgfältig durch. Hast du denn das nicht schon einmal gemacht, ich meine, im Geiste ein Problem gewälzt und dann irgendwann ein Buch, das gerade zur Hand war, aufgeschlagen und nachgesehen, was es dir zu sagen hatte?”
“Nein.”
“Nun, versuch’s gelegentlich.”

Zitate aus dem Buch “Illusionen” von Richard Bach

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Noch ein Bild

Auf eine vorher mit Ölfarben bemalte Leinwand habe ich verschiedene Stoffteile aufgeklebt sowie einen ebenfalls aus Stoff gefertigen Schmetterling. Nach dem Trocknen kam Glitzerkleber (glitter glue) dazu, die Versiegelung erfolgte mit mod podge matt. Nun brauche ich entweder einen kompletten Rahmen, gerne vom Flohmarkt, oder einen einfachen Holzrahmen, welcher hinter der Leinwand befestigt wird. Und dann muss das Bild einen Platz in der Wohnung finden.

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Alder Moon – es geht weiter

Nun hat schon der April Einzug gehalten.  Der “alder moon”, bestens geeignet zum Pläne schmieden, für ein stabiles inneres Gleichgewicht, Meditation und Entfalten von Kreativität. Shredlock ging in den letzten Wochen besonders gut und so konnte ich mir einige Sonderwünsche erfüllen. Dafür bin ich dankbar und das erfüllt mich auch mit der Energie, weiter zu machen.
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Immer noch mod podge

Im Moment kann ich mich vor Ideen gar nicht retten. Ich werde nachts wach weil mir etwas einfällt, dann muss ich aufstehen und es notieren. Da ich nicht immer Zeit habe, Ideen gleich in die Tat umzusetzen, ist mein Esstisch, den ich eigentlich NICHT zumüllen wollte, mit eingangs erwähnten Notizen, Skizzen, Material, Schokoladentafeln, angefangenen Projekten und anderen nicht auf einen Esstisch gehörenden Dingen beladen. Das gleiche ist dem Couchtisch passiert. Ebenfalls dem Fussboden. Anstatt jetzt hier mit einer Tasse Kaffee zu sitzen und zu bloggen, könnte ich natürlich auch etwas aufräumen. Oder ein weiteres Projekt zu Ende bringen. Aber so funktioniert mein Gehirn leider nicht.

Vom Regale bauen im Büro sind eine Menge kleine Holzreste übriggeblieben. Die habe ich alle heim geschleppt. Ich kann ja nichts wegwerfen. Irgendwann könnte man es immerhin noch mal zu etwas verwenden. Und einen Verwendungszweck für diese Holzteile habe ich auch bereits:

Das Arbeitsmaterial ist wenig: besagtes Holzstück, eine Serviette, und mod podge. Die Serviette wird mit dem mod podge auf das Holz geklebt, nach dem Trocknen wird mit antique finish (auch mod podge) eine Schutzschicht aufgetragen, die dem ganzen einen leicht bräunlichen Anstich verleiht, dann kommt noch, weils so nett aussieht, etwas Hanfband rumgewickelt und zum Schluss natürlich auf die Hinterseite das Markenzeichen der “Künstlerin” . . . lach

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Ziel Nummer 6 – Kreativ

Ich hatte mir vorgenommen, irgendetwas zu gestalten. Irgendein Projekt. Ich wusste nur nicht, was es werden sollte. Anstatt etwas zu suchen, habe ich gewartet, bis sich eine Idee ergibt. Und hier ist sie: Im meinem neuen Apartment hing ein super grosses und meiner Meinung nach auch super schlechtes Bild.

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Da wollte ich eine von mir gestaltete Collage reinbringen. Der Bilderrahmen an sich war in sehr gutem Zustand, musste nur ordentlich saubergemacht werden. Den Spannrahmen mit dem Canvas habe ich vorsichtig herausgenommen und den Canvas abgetrennt. Dann habe ich mir ein grosses Stück Pappe zurechtgeschnitten und mich für die Notenseiten von “Porgy and Bess” als Hintergrund entschieden.  Geklebt, gestrichen und versiegelt habe ich ausschliesslich mit mod podge, denn der erfüllt ja alle drei Funktionen auf einmal. Man könnte ihn auch als die Luxusversion des guten alten Tapetenkleisters bezeichnen.

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Das Notenheft wird auseinandergetrennt, die Seiten zurechtgeschnitten und dann mit dem mod podge auf der Rückseite eingepinselt. Ebenso die Fläche auf der Pappe, wo aufgeklebt wird. Zuerst wird der Rand gefertigt, dabei klebt man so, das ein Teil vom Papier überlappt, das wird dann umgefaltet und man bekommt einen schönen Rand. In der Mitte habe ich Platz gelassen, da kommt dann später mein “center piece” rein. Nach dem Trocknen der aufgeklebten Seiten habe ich alles etwas mit verdünnter brauner Farbe angestrichen, danach das Mittelteil eingeklebt. Dann habe ich alles noch mal mit mod podge überstrichen, das gibt eine schöne Oberfläche.

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Jetzt geht es an die feine Arbeit. Ich schneide mir alles zurecht, was noch mit auf die Collage soll. Unter anderem das Vögelchen. Dazu male ich mir die Silhouette auf ein Blatt Papier, klebe sie mit zurechtgeschnittenen Papierfetzen voll und schneide dann den Vogel sauber aus. Den Flügel in der Mitte bildet eine Seite aus einem alten Thesaurus. Auch der Vogel bekommt, wenn alles aufgeklebt ist, eine Schicht mod podge aufgepinselt.

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Bevor ich angefangen habe, alle restlichen Details aufzukleben, habe ich sie erstmal auf dem Bild angeordnet. Auch das wird alles mit mod podge aufgeklebt, dann, nach dem Trocknen, mit einer weiteren Oberflächenschicht versehen. Ist die trocken, kommen kleine Details, wie zum Beispiel Glitter, dazu.

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Ganz zum Schluss gibt es noch mal einen kompletten mod podge Oberflächenanstrich. Wenn das alles gut getrocknet ist, sieht es so aus:

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Die Oberfläche ist jetzt gut versiegelt, und kann auch mal feucht abgewischt werden.

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Und so hängt sie jetzt an meiner Wand.

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Frühlingsgedanken

 

Der März hat begonnen und somit geht es auf den Frühling zu, auch wenn man das hier in Miami ja eher weniger merkt. Noch ist es aber am Morgen angenehm kühl und auch am Abend kann man sich noch von der Hitze des Tages entspannen weil die Temperaturen wieder sinken. Dann sitze ich mit meinem Tee abends auf dem Balkon und lasse den Tag ausklingen.

Die meisten Menschen sind wie ein fallendes Blatt,
das weht und dreht sich durch die Luft,
und schwankt, und taumelt zu Boden.
Andre aber, wenige, sind wie Sterne,
die gehen eine feste Bahn, kein Wind erreicht sie,
in sich selber haben sie ihr Gesetz und ihre Bahn.
(Hermann Hesse, Siddhartha)

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