Nachträglich . . .

. . . ein Foto meiner Geburtstagstorte

living (11)

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Zuerst einmal muss ich dem Bertelsmann-Verlag anerkennen, das ich dieses Buch im Kindle-Format hier in den USA kaufen konnte. Leider haben die allerwenigsten deutschsprachigen Verlage das bisher geschafft. Und natürlich geht ein großes Dankeschön an meine Nichte, ohne die ich von der Exitenz dieses tollen Buches gar nicht erfahren hätte.

Die Geschichte des Schweden Allan Karlsson, der eine Stunde vor der offiziell anberaumten Feier seines 100. Geburtstags beschließt, aus seinem Zimmer im Altersheim von Malmköping zu fliehen, um dem erwarteten Rummel um seine Person zu entkommen, hat mich köstlich amüsiert. Sie ist allerdings nicht empfehlenswert für Nüchterne oder vorzeitig Gealterte. Wenn auch die Handlung schon etwas sehr weit hergeholt ist, das Lesen macht trotzdem Spass und man schmunzelt immer wieder über die abstrusen Ideen und Zufälle, welche die äußerst ereignisvolle Lebensgeschichte des Allan Karlsson begleiten und ihn von einem Brennpunkt der Weltgeschichte zum anderen führen. An allen welthistorisch bedeutenden Ereignissen war er immer irgendwie in schlichter Weise beteiligt. Man erfährt die wirklichen Hintergründe, weshalb Amerika zuerst die Atombombe herstellen konnte, wieso Russland die Bombe erst später bekam, und warum Schweden bis heute noch keine hat. Ich hege nun auch die Hoffnung, als leidenschaftliche Sammlerin von Antiquitäten auch mal für 18 Kronen (gerne auch Dollar oder Euro) ein Fabergé Ei zu erwerben, die sammle ich nämlich, wenn auch im Moment aus finanziellen Gründen nur in Form einer Bildergalerie bei pinterest ;-)

Die Handlung ist gnadenlos auf skurril getrimmt, die Idee charmant und wegen der vielen notwendigen Lachpausen läßt sich dieser Roman nur langsam lesen ;-)

Und was vorüber schien, beginnt.

 

Das ist ein Abschied mit Standarten
aus Pflaumenblau und Apfelgrün.
Goldlack und Astern flaggt der Garten,
und tausend Königskerzen glühn.

Das ist ein Abschied mit Gerüchen
aus einer fast vergessenen Welt.
Mus und Gelee kocht in den Küchen.
Kartoffelfeuer qualmt im Feld.
Altweibersommer weht im Wind.
Das ist ein Abschied laut und leise.
Die Karussells drehn sich im Kreise.
Und was vorüber schien, beginnt.

Erich Kästner, Der September

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August

Der August geht dem Ende zu. Es war ein ruhiger und schöner Monat, mit Abenden bei Kerzenschein auf dem Balkon, nächtlichen (wegen der schrecklichen Hitze am Tag) Strandwanderungen mit “shelling” (wie bei den Amerikanern die Suche nach Muscheln (shells) genannt wird) und Aktivitäten zur Wohnungsverschönerung. Ich habe an den Bäumen der Nachbarschaft viele dieser kleinen “air plants” gefunden, die so einfach in der Pflege sind, sie brauchen nur einen hellen Platz und müssen einmal in der Woche ins Wasser getaucht oder mal mit Wasser angesprüht werden. Auf dem letzten Foto ist ein “sand dollar” zu sehen, von dem die Legende besagt, das er vom Meervolk als Zahlungmittel benutzt wird (mermaid coins), eine etwas sachlichere Beschreibung ist die, das ein sand dollar das Skelett eines Seeigels ist.

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Alles wird gut

Träumen ist nicht umsonst. Nur nicht träumen.

07-juli

Die zarteste Versuchung . . .

. . . gibt es jetzt auch mit Birnengeschmack. Zumindest hier. In Deutschland kennt die sicherlich schon jeder. Ich habe sie vor einer Woche entdeckt, zusammen mit der “Triolade”, die auch super schmeckt, allerdings noch besser wäre, wenn man sie auf einen Keks gesetzt hätte.

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Fast verpasst

Nun ist schon seit einer Woche Juni. Das geht aber schnell. Als längster Tag des Jahres steht der 21. Juni für den Wechsel von Licht und Schatten - und natürlich für die Tatsache, dass die Tage ab dann wieder kürzer werden und die Sonne den höchsten Stand des Jahres erreicht hat.

“Die Zeit geht mit der Zeit: Sie fliegt.
Kaum schrieb man sechs Gedichte,
ist schon ein halbes Jahr herum
und fühlt sich als Geschichte . . .

… am letzten Tische streiten sich
ein Heide und ein Frommer,
ob’s Wunder oder keine gibt.
Und nächstens wird es Sommer.”

Aus dem Gedicht “Der Juni” von Erich Kästner

06-juni

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