November

Nun zieht langsam der Winter ein, die Temperaturen werden angenehmer. Einerseits vermisse ich den Schnee, aber wenn ich morgens in leichter Bekleidung auf dem Balkon sitze und meinen Kaffee trinke, dann bin ich dankbar, das ich diese Wintermorgen, an denen man aus dem Bett in eine kalte Wohnung kommt (weil die Heizung nachts ja runtergestellt wird) und man sich auf der Klobrille den Hintern einfriert, nicht mehr erleben muss und die vermisse ich auch nicht. Auch das “Mach die Tür zu damit es warm bleibt!” ist Vergangenheit. Bei mir sind alle Türen weit offen, die Klimaanlage verbreitet angenehme Temperaturen und wenn es mal richtig “kalt” wird hier, dann ist die Klimaanlage abgestellt, alle Fenster weit offen und eine frische Meeresluft weht durch die Wohnung. Auch auf den pool muss ich im Winter nicht verzichten, da es nun morgens und abends doch etwas kühler ist, wird der pool beheizt.

Das waren meine Gedanken heute morgen und ich finde, etwas Dankbarkeit ist angebracht. Man soll ja nicht immer meckern und nicht alles hier ist schlecht.

11-november

Das Enkelchen: “Grandma, how old are you?”

Ich: “52”

Das Enkelchen (sehr beeindruckt): “WOW . . . Grandma!! … that’s close to a 100 !!!”

Kinder sind immer sehr direkt. Da hilft nur Schokolade zum Trost.

mozart

Rückblick

10-october

Der Oktober ist vorbei. Heute ist samhain, besser bekannt als Halloween. Die verkleideten “trick or treat” Kinderhorden sind nun im Bett und es ist angenehm still, wir bewundern den Sternenhimmel.

Höhepunkt dieses Monats war die Mondfinsternis. Ich bin an diesem Tag morgens extra um 4:30 aufgestanden und auf die Wiese vor dem Haus gelaufen. Leider war es sehr wolkig und das ganze Ereignis konnte ich deshalb nur so wie auf dem unteren Foto geniessen. Aber irgendwie war es trotzdem beeindruckend.

moon-ec

Nachträglich . . .

. . . ein Foto meiner Geburtstagstorte

living (11)

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Zuerst einmal muss ich dem Bertelsmann-Verlag anerkennen, das ich dieses Buch im Kindle-Format hier in den USA kaufen konnte. Leider haben die allerwenigsten deutschsprachigen Verlage das bisher geschafft. Und natürlich geht ein großes Dankeschön an meine Nichte, ohne die ich von der Exitenz dieses tollen Buches gar nicht erfahren hätte.

Die Geschichte des Schweden Allan Karlsson, der eine Stunde vor der offiziell anberaumten Feier seines 100. Geburtstags beschließt, aus seinem Zimmer im Altersheim von Malmköping zu fliehen, um dem erwarteten Rummel um seine Person zu entkommen, hat mich köstlich amüsiert. Sie ist allerdings nicht empfehlenswert für Nüchterne oder vorzeitig Gealterte. Wenn auch die Handlung schon etwas sehr weit hergeholt ist, das Lesen macht trotzdem Spass und man schmunzelt immer wieder über die abstrusen Ideen und Zufälle, welche die äußerst ereignisvolle Lebensgeschichte des Allan Karlsson begleiten und ihn von einem Brennpunkt der Weltgeschichte zum anderen führen. An allen welthistorisch bedeutenden Ereignissen war er immer irgendwie in schlichter Weise beteiligt. Man erfährt die wirklichen Hintergründe, weshalb Amerika zuerst die Atombombe herstellen konnte, wieso Russland die Bombe erst später bekam, und warum Schweden bis heute noch keine hat. Ich hege nun auch die Hoffnung, als leidenschaftliche Sammlerin von Antiquitäten auch mal für 18 Kronen (gerne auch Dollar oder Euro) ein Fabergé Ei zu erwerben, die sammle ich nämlich, wenn auch im Moment aus finanziellen Gründen nur in Form einer Bildergalerie bei pinterest ;-)

Die Handlung ist gnadenlos auf skurril getrimmt, die Idee charmant und wegen der vielen notwendigen Lachpausen läßt sich dieser Roman nur langsam lesen ;-)

Und was vorüber schien, beginnt.

 

Das ist ein Abschied mit Standarten
aus Pflaumenblau und Apfelgrün.
Goldlack und Astern flaggt der Garten,
und tausend Königskerzen glühn.

Das ist ein Abschied mit Gerüchen
aus einer fast vergessenen Welt.
Mus und Gelee kocht in den Küchen.
Kartoffelfeuer qualmt im Feld.
Altweibersommer weht im Wind.
Das ist ein Abschied laut und leise.
Die Karussells drehn sich im Kreise.
Und was vorüber schien, beginnt.

Erich Kästner, Der September

09-september

 

 

August

Der August geht dem Ende zu. Es war ein ruhiger und schöner Monat, mit Abenden bei Kerzenschein auf dem Balkon, nächtlichen (wegen der schrecklichen Hitze am Tag) Strandwanderungen mit “shelling” (wie bei den Amerikanern die Suche nach Muscheln (shells) genannt wird) und Aktivitäten zur Wohnungsverschönerung. Ich habe an den Bäumen der Nachbarschaft viele dieser kleinen “air plants” gefunden, die so einfach in der Pflege sind, sie brauchen nur einen hellen Platz und müssen einmal in der Woche ins Wasser getaucht oder mal mit Wasser angesprüht werden. Auf dem letzten Foto ist ein “sand dollar” zu sehen, von dem die Legende besagt, das er vom Meervolk als Zahlungmittel benutzt wird (mermaid coins), eine etwas sachlichere Beschreibung ist die, das ein sand dollar das Skelett eines Seeigels ist.

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Alles wird gut

Träumen ist nicht umsonst. Nur nicht träumen.

07-juli

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